KW20/2022

Eine Zugfahrt nach Frankfurt. Die Züge sind merklich voller als noch vor acht Wochen. Zwei Fahrräder blockieren 6 Sitzplätze. Ich hatte gedacht man könnte im Sommer mal mit so einem 9 Euro Ticket irgendwohin, aber, wenn das im Normalbetrieb schon so ist, hab ich da eigentlich keine Lust drauf.


Wir schließen das Kapitel „eingewachsene Zehnägel“, hoffentlich. Angeblich ist das Kind übernächste Woche wieder sporttauglich. Das wäre schön.


De Omma fragt, wann wir denn in den Urlaub fahren und ist auffallend erleichtert, als ich sage, dass wir noch nichts geplant haben. Merkwürdig.


Stundenplanänderung. Jetzt neu: Maikind hat kein Arbeitslehre mehr. Deutsch fällt aus, erstmal nur diese Woche. Beim Julikind sind noch alle Fächer da, nur anders verteilt. Eine Klassenkameradin strandet bei uns, nach der Schule. Sie wohnt einen Ort weiter, bis dahin geht die Busverbindung nicht. Normalerweise taktet die Familie die Dienstpläne so, dass das kein Problem ist. Aber wenn Stundenpläne nur 10 Tage gelten, wird es schwierig.


Der Hund. Seufz. An einem Tag ist er mir gleich zweimal abgehauen. Ich fahre im Schritttempo die Hundedamen-Haushalte im Ort ab, gucke in Gärten und Hinterhöfe und komme mir bescheuert vor. Große Anteilnahme der Rüden-Besitzer. Preisanfrage beim Tierarzt. Abends frisst der Hund wieder uns schläft danach. Vielleicht geht es ja doch so, sagen die Männer. Vielleicht.


Eine Geburtstagsfeier wird abgesagt wegen Hexenschuss. Das Telefongespräch ist an sich ist schon ungewöhnlich, die Nachrichten merkwürdig. Innerhalb kürzester Zeit wird aus Hexenschuss ein Arzttermin, ein Krankenhausaufenthalt, eine OP und ein am Rande mitbekommenes Gespräch über Pflegedienste. Oh,oh.


Niemand wird diese Rasenfläche nutzen, den ganzen Sommer nicht. Das Grundstück liegt hinter einer dichten Hecke am Ende einer Straße ohne Durchgangsverkehr. „Mal gerade drüber mähen“ dauert eine Stunde, plus Zeit für Pflege und Wartung des Aufsitzrasenmähers. Warum das alle 10 Tage gemacht werden muss, ist mir ein Rätsel. Der Garten bei uns am Haus wird genutzt aber, naja, muss halt passen, von der Zeit, dem Wetter…


Pluseins-Kind hat eine Lehrstelle im nächsten Jahr. Glückwunsch, Freude. Ein nachdenklicher Moment. Müssen da denn jetzt schon Bewerbungen? Oh,oh.


Unwetter sind angesagt, teilt mir der Liebste mit. Ich gucke ja keine Nachrichten mehr. Bestimmt will man uns nur warnen, damit es nicht wieder so wie im Ahrtal letztes Jahr…, denke ich. Die Warnungen wechseln die Farbe. Ich sauge einmal durch den Wäschekeller, wenn da wieder Wasser reinläuft, wäre das wenigstens nicht so eklig staubig. Die Warnungen wechseln nochmal die Farbe. Ich lege ein paar Sandsäcke vors Kellerfenster, denn eigentlich habe ich gar keine Lust, den Keller zu wischen.

Wir bekommen nichts ab vom Unwetter. Auch gut.

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