03/2020, erstes Drittel

Die häusliche Elektrik verlief, wie so oft, etwas anders als erwartet. Deshalb hatte der Liebste dann doch einen spontanen Außeneinsatz inklusive Baumarktbesuch. Wir haben jetzt wieder Strom im Wohnzimmer, auch wenn jemand im Garten Licht anmacht. Darüber freue mich.

Die andere Baustelle geht voran, langsam aber stetig. Bisher keine besonderen Vorkommnisse, das macht mich misstrauisch. In der Regel lässt sich das Haus nicht so gerne renovieren.

Frühlingsvorbereitungen laufen an. Diese Saison braucht es einen neuen Honigrührer und eine neue Beetbepflanzung. Vorentscheidungen wurden getroffen.

Felix ist verstorben. Der Hund von „wo wir immer die Milch holen“. Er war schon länger krank und ist eines morgens einfach nicht mehr aufgestanden. Wir haben ihm einen Moment feierlich gedacht. Seine Gene hat er weitergeben, auch in den Nachbarorten, oft und gern.

Diese Woche war es zum ersten Mal seit langer Zeit, warm und trocken genug, dass das Julikind einen ganzen Nachmittag lang mit der Hecken-clique draußen sein konnte. Halleluja.

Dem Maikind ist quasi über Nacht alles zu klein geworden. Gut, bei den Mengen an Nahrung, die er die letzten Wochen zu sich genommen hat, hatte ich damit gerechnet, dass er wächst. Aber so? My lovely Mister singing Club. Wir werden einkaufen müssen, er gewöhnt sich gerade an den Gedanken.

Geburtstagsvorbereitungen laufen. Ich hatte eine Idee, was man dem Märzkind schenken kann. Keine zündende Idee, aber immerhin.

Die Steuererklärung ist in Planung, davor muss aber noch einiges erledigt werden. Computer kaufen, Daten rumtüddeln, und so. Es gab einen Tipp, der das vielleicht beschleunigt.

Habe den Heizungskeller durchgefegt, weil sich der Schornsteinfeger angekündigt hat. Der vorher/ nachher Effekt war so verblüffend, dass ich entschieden habe, die Heizung mal abzusaugen, nur so ganz grob, natürlich. Ich möchte mir an dieser Stelle selber den Rat geben, das öfter zu machen (als alle 10 Jahre, hüstel).

Der Hund kann jetzt an dem bissigen Hund vorbeigehen, ohne panisch zu reagieren. Solange beide an der Leine sind passiert anscheind nichts. Die Kinder gehen im Moment freiwillig die Nachmittagsrunde spazieren. Das entspannt alle. Man fragt sich allgemein, was wir die letzten vier Jahre ohne Hund gemacht haben. Obwohl, wir haben weniger geputzt…

Ich wollte nicht in Verdacht geraten, den Tod zu bringen. Deshalb habe ich zum ersten Mal seit längerem ohne Dosen an der Wurst und Käsetheke eingekauft. Es begann wegen Weltrettung, ist mittlerweile aber einfach Faulheit. Ich hatte vergessen, wie lange es dauert, den ganzen Kram aus dem Papier in die Dosen zu räumen, und dann muss man auch noch den Müll rausbringen…

Ich kaufe tatsächlich öfter Haferflocken, Mehl, Zucker, Nudeln, Reis, getrocknete Linsen und Bohnen, nicht als Regaldeko, wir essen das. Hier im IrgendwoaufdemLand ist es immer gut, wenn manche Lebensmittel länger haltbar sind. Man braucht einen Vorrat, einfach, weil man manchmal ein oder zwei Tage später zum einkaufen kommt, als gedacht. Ich hab doof geguckt, am Montag nach der Zombi-Apokalypse, alles weg. Gestern waren Nudeln aber im Angebot, ätschibätschi.

Ich habe über das Verhalten von Menschen in unbekannten Situationen nachgedacht. Und mich gewundert, immer wieder.

Gemeinsam mit dem Liebsten festgestellt, dass wir anscheind unterdurchschnittlich viel Angst haben, davor, Pläne spontan geändert zu bekommen. Das kann einem nämlich auch einfach so mitten im Leben passieren. Darauf haben wir angestoßen, mit einem 6er Pack Corona.

Gewöhnliche Zombie-Apokalypse

Der Liebste war vor mir wach und sitzt schon am Frühstückstisch. Er wirkt etwas grummelig. Auf Nachfrage zeigt er mir mehrere im Garten verstreut liegende Teile von – oh, das war gestern noch unsere Aussenlampe. Da haben die Waschbären heute Nacht einen Punkt gemacht.

Seit etwa einem Jahr läuft ein Wettrüsten am Vogelhaus. Ich hatte vorgehabt, nur so viel Futter reinzutun, wie die Piepmätze an einem Tag schaffen. Nachts wäre dann nichts da. Aber hier geht es ums Prinzip, und ich gebe zu, es ist unterhaltsam. Wir trinken Kaffee und überlegen dabei, wie die Waschbären das wohl geschafft haben.

Dann hupt das Bäckerauto vorm Haus. Der Liebste hat als erster seinen Geldbeutel gefunden und geht. Ein paar Minuten später kommt er mit zwei kleinen Broten zurück. Das Bäckerauto sei fast leer gewesen, das sah ganz seltsam aus. Die Frau hat gesagt, sie habe schon telefoniert, damit Nachschub gebracht wird, aber im Laden ist auch alles weg. Coronavirus. Quarantäne ohne Plunderstückchen, das will man sich ja gar nicht vorstellen.

Das Julikind kommt an den Tisch, im Schlafanzug mit Strubbelfrisur, Müslischale in der Hand, Cornflakespackung unterm Arm. „Kaufen wir heute auch so viel ein wie die Leute in den Nachrichten?“ Ich erkundige mich erstaunt, wo sie denn schon Nachrichten gesehen habe. Auf YouTube. Da stehen Polisten vor Aldi, weil so viele Leute auf einmal reinwollen oder so. „Nee, wir nicht, ich war diese Woche schon einkaufen.“

„Sehen wir das zu entspannt?“ fragt mich der Liebste. Also: Ich habe die letzten drei Wochenende in Folge mit drei Kindern und einem nicht ausgelasteten Hund im Haus verbracht. Wir hatten Wetterwarnungen wegen: Sturmböen, orkanartigen Böen, Sturm, Orkan, Dauerregen, ergiebigem Dauerregen, Hochwasser, Schneefall und Glätte. Ausserdem gab einen terroristischen Terroranschlag und eine Amokfahrt in einen Karnevalszug, jeweils so dicht dran, dass ich die dazugehörigen Verkehrsumleitungen im Radio hören konnte. Es wäre möglich, dass Gewöhnung eingetreten ist.

Nur zur Sicherheit schaue ich auf einer seriösen Nachrichtenseite im Internet nach. Jo, es gibt wohl Corona, ein bisschen mehr als gestern, das Risiko wird als gering eingestuft. Man soll sich nach Möglichkeit nicht gegenseitig anniesen und hin und wieder mal die Hände waschen.

Das Julikind hat sein Frühstück beendet und der Liebste guckt mich fragend an. „Die anderen sind bekloppt“, fasse ich zusammen. Das habe er sich schon gedacht, sagt der Liebste, bestimmt war irgendwas auf Facebook. Dann schweift sein Blick wieder nach draußen. „Wenn die Stromkabel jetzt eh schon frei liegen, dann könnte man eventuell….“

Nein. Ich habe eine bessere Idee.

Herzliche Grüße an den fernreisenden Elektriker, läuft bei uns.

Müssen Sie arbeiten?

Ein Elternsprechtermin in der Grundschule, vormittags, wurde aus guten Gründen zweimal verlegt. Da es im letzten Jahr viele, viele Krankheitstage gab hatte ich mit der Lehrerin regelmäßig Emailkontakt, wir kennen uns ein bißchen. Nach dem offiziellen Teil sagt sie, es wäre bestimmt in dieser Situation gut gewesen, dass das Kind zu Hause bleiben konnte.

Ein Betriebspraktikum steht an, in vier Wochen. Bereits vor drei Wochen wurden zwei Bewerbungen geschrieben, mit viel Herzblut und einigem Zeitaufwand. Eine Reaktion erfolgte bisher nicht, was den Gemütszustand des Märzkindes erklärt. Vorgestern dann der „wottsefack- Moment“. Sie entwickelt Plan C,D,E,F und G, schreibt mir die Telefonnummern raus und ich rufe vormittags dort an. Plan D wird zu Plan A, alle freuen sich. Gestern dann meldet sich der ursprüngliche Plan A. Ein unerwartetes Luxusproblem und Beratungsbedarf.

Boysday steht an, Jungs sollen für einen Tag einen eher Frauentypischen Beruf näher kennen lernen. Der Girlsday ist mittlerweile etabliert und es gibt eine Internetseite mit schönen Angeboten, auch hier, mitten im IrgendwoaufdemLand. Für Jungs gibt’s da genau ein Angebot und das kommt nicht Infrage. Wir beraten uns und ich telefoniere. Plan A geht nicht, Plan B geht nicht, bei Plan C sind schon drei Mädels, Plan D freut sich.

Datum für Konfirmation im Frühjahr 2021 wird inoffiziell vorläufig festgelegt. Eine Mutterkollegin möchte über die Kirchendeko mit mir sprechen. Es dauert eine halbe Stunde, bis ich ihr zu verstehen geben kann, dass das gerade nicht oberste Priorität für mich hat.

Ein hundertster Geburtstag steht an. Es wurde um Geschenke in Form von Zeit und Tatkraft gebeten. Die Familie ist groß, wenn jeder was mitbringt kommen sowohl Mittags- als auch Kuchenbuffet zusammen. Mir fällt der Bereich Ambiente zu. Es muss eine Dekoration gefunden werden, die sowohl Schwiegermutter als auch dem Geburtstagskind gefällt. Es dauert drei Stunden einen groben Plan zu machen. Weiterer Termin zum „in den Schränken gucken was so da ist“ folgt.

Vormittags muss der Hund eine Stunde raus, sonst beschäftigt er sich selber. Vier Maschinen Wäsche werden hier jede Woche gewaschen, mindestens. Bad und Küche müssen einmal die Woche hauswirtschaftlich gewartet werden. Zweimal pro Woche werden Lebensmittel eingekauft, jeweils eine etwas überdurchschnittliche Menge, wenn ich mir die anderen Einkaufswagen anschaue. Pro Tag muss eine warme Mahlzeit für etwa fünf Leute zubereitet werden. Jede Woche eine Elterntaxifahrt zur Krankengymnastik, dreimal zu Trainings, öfter zu Freunden in Nachbarorten, jeweils hin und zurück, natürlich. Manchmal ist Hilfe bei den Hausaufgaben nötig, oder Material muss gesucht werden. Kleine Tätigkeiten müssen delegiert und diskutiert werden, immer und immer wieder. Die Aufgaben teilen wir uns, wenn der Liebste da ist. Wenn er arbeitet geht das eben nicht.

Die ganze Woche tut mir die Hand weh. Ich verabschiede von dem Gedanken, dass es von selber besser wird.

Der Hausarzt meint, es sei nichts kaputt, schickt mich aber weiter zur Chirurgie, weil, wenn das schon so lange so ist… „Müssen Sie arbeiten?“ „Nein“, höre ich mich antworten. Nicht im Sinne von Krankmeldung, jedenfalls.

Diese Woche war ich Köchin, Erzieherin, Berufsberaterin, Einkäuferin, Disponentin, Gastgeberin, Gebäudereinigerin, Wäschereikraft, Dekorateurin, Tiersitterin, Chauffeurin, Facilitymanagerin, Alltagsbegleiterin. Ehrenamtlich, quasi.

Ist übrigens echt nichts kaputt, sagt die Chirurgie, aber offensichtlich reicht’s für mimimimi.

Februar 2020, Halbzeit

Die Skifreizeit des Märzkindes habe ich genossen. Wir sind uns vorher ziemlich auf die Nerven gegangen. Nicht mit Absicht natürlich, im Moment ist es halt einfach manchmal so. Eine Woche Pause hat uns beiden gut getan. Sie fand es ganz toll und ist innerlich gewachsen in den paar Tagen. Jetzt geht’s wieder, das ist schön.

Kein Winter in Sicht, dadurch auch keine Skigäste in der Ferienwohnung.

Das war gut, denn ich hab mir gleich Anfang des Monats den Finger irgendwie angeknackst. Ein Kind ist von der Sofalehne in einem ungünstigen Winkel an mir vorbeigekullert. Durch den Schmerz in der Hand hat sich mein ansonsten routinierter Bewegungsablauf beim Betten beziehen anscheind verändert. Jedenfalls habe ich mir auch noch den Fuss am Bettpfosten gestoßen. Aber so richtig, arbeiten war nur im Energiesparmodus mit Unterstützung von Diclofenac möglich. Dann folgten drei Tage Schnupfen. Als ich kurz davor war einen Testamentvordruck auszufüllen, ist alles gleichzeitig besser geworden.

Ich hatte einen Berg liegen gebliebener Hausarbeit abzutragen. Dabei habe die Schneemänner mit auf den Dachboden genommen. Für Frühling schien es mir zu früh, so ist eine sparsame Übergangsdeko entstanden. Wegen Sturmwarnung, Blackoutgefahr und angeschlagenem Fuss hab ich die Streichhölzer gleich dazugelegt.

Die Zeugnisse waren besser als erwartet, darüber haben wir uns gefreut.

Der Liebste hatte ein Wochenende voll ehrenamtlicher „Arbeit“ bei einer Karnevals- und einer Superbowl Veranstaltung. Ich habe ein schönes Buch gelesen und einen schönen Film gesehen.

Das Märzkind war zum ersten Mal abends weg.

Möglicherweise haben wir am Natomanöver teilgenommen. Bei einem vormittäglichen Hundespaziergang im Nachbarort kreisten zwei Bundeswehrhubschrauber ziemlich tief über uns. Längere Zeit. Auf dem Heimweg flogen sie dann noch tiefer und auf unser Auto zu, mit geöffneter Seitentür. Ich weiß jetzt, warum die Viehherden auf Filmaufnahmen von oben immer weglaufen aber der Liebste fand’s toll. „Nutzen die mein Auto für Peilübungen? Wie geil ist das denn?“

Das Maikind kommt erkennbar müder nach Hause. Chaoslevel und Lautstärke in der Klasse haben sich erhöht.

Der Betreiber der Schulkantine hat gewechselt. Das Mittagessen ist deutlich leckerer, wurde mir berichtet. Außerdem wurde das Sortiment erweitert, es sieht aus, wie in einem Süßigkeitenladen. Pizza gibt’s jetzt in jeder großen Pause. Eistee kostet zwei Euro, das erscheint einem viel, aber, hej, ne kleine Flasche Wasser kostet ja auch eins fünfzig, das waren vorher achtzig Cent, und so gesehen. Finde den Fehler. Fun fact am Rande: In der Grundschule wird derzeit eine AG „gesunde Ernährung “ angeboten.

Der Hund war drei Tage durch den Wind, im wahrsten Sinne des Wortes. Orkantief Sabine hat uns beschäftigt. Es gab einen Tag schulfrei. Wir haben die Meerschweinchen evakuiert und den Garten aufgeräumt. Das Gewächshaus steht aber noch, und auch sonst ist nichts kaputt gegangen. Im Gedächtnis wird wohl nur ein Hundespaziergang der Kategorie „echt richtig windig“ bleiben. Der war witzig.

Ansonsten habe ich über meine politische Meinung nachgedacht. Als asthmatische Dieselfahrerin, verheiratet mit einem Imker der IGBCE Mitglied ist, bin ich moralisch flexibel und fühlte mich in der politischen Mitte wohl. Mit Blick auf Thüringen habe ich festgestellt, wenn das die Mitte ist, dann bin ich wohl doch linker als ich dachte.

Herbst im Schnelldurchlauf

Und schwupp – ist der Oktober auch schon rum. Die Wechselschichtwochen vergehen insgesamt immer rasend schnell. Wobei die einzelnen Tage sich ziehen können wie Kaugummi. Da es aber keinen Rythmus gibt und Pläne sich laufend ändern, ist es einfach ein flow. Einer arbeitet, die andere kümmert sich um den Rest. Alle sind froh, wenn es geschafft ist.

Der September-Krankheitsfall zog sich. 4 Wochen Antibiotika hochdosiert haben das Wohlbefinden doch stark beeinflusst. Es ist aber zum Glück unter dem Strich besser geworden.

Es gab eine „mathematische Situation“. Einen Nachmittag lang musste ich längst vergessene Hirnwindungen reaktivieren. Es war mühsam, aber auch faszinierend. Kein Wunder, dass ich manchmal das Gefühl habe, der Speicher ist voll.

Ich war auf einem Elternabend zur Berufsinformation. War gut gemacht, man hatte am Ende tatsächlich das Gefühl zu wissen, wo man die Infos finden kann. Hinterher noch kurz unterhalten, wir kannten vom Babyschwimmen…

Die Meerschweinchen sind ins Winterquatier umgezogen.

In einer Hauruck-Aktion wurde der diesjährige Brennholzbedarf angeliefert und mithilfe von Freunden und Nachbarn gestapelt.

Der Garten sieht nach dem zweiten Hitzesommer echt mitgenommen aus. Da muss ich mir über den Winter mal was überlegen. Aus jedem Fenster auf verdaddertes Kruppzeug zu gucken macht nicht fröhlich. Vielleicht gibts ja Schnee, dieses Jahr.

Wir haben eine Hochzeitseinladung bekommen. Der erste Eintrag im Kalender für nächstes Jahr.

Weihnachten ist angelaufen. Die Eltern sind dazu übergegangen sich Sachen zu wünschen, die Zeit und Muselkraft erfordern. Da bin ich fein raus. Der Liebste hat schon einen „Fröhliche-Weihnachten-Winterreifenwechsel“ gemacht und wird irgendwann zwischen jetzt und Frühling einen „Christmas-Kompost“ aufbauen. Bleiben nur noch die üblichen 20 Kleinigkeiten und drei Großartigkeiten…

Ansonsten haben wir alle öfter auf dem Boden gesessen als sonst und hatten viel Besuch. Außerdem waren wir öfter im Garten, auch nachts.

Irgendwer wohnt neu hier.

September, Halbzeitstand

Was ich so mache, wenn es aussieht, als wäre nichts los hier:

In der ersten Septemberwoche waren wir auf eine Hochzeit eingeladen. Darüber haben wir uns sehr gefreut und wollten auch alle schick sein. Also musste die Festtagsgarderobe entsprechend zusammengestellt werden und es waren zwei spontane Frisörbesuche nötig. ( Termin finden, an dem beide Kinder gleichzeitig Zeit haben – Frisör finden, der genau dann auch Zeit hat – hinfahren) Zur Hochzeit ist es etwas weiter. Wir stehen ja bei längeren Fahrten gern in Staus, daher musste ein Fresspaket gepackt werden. Außerdem der Koffer mit den schicken Klamotten. Für Übernachtungssachen hab ich nur einen Zettel geschrieben und den Kindern der Reihe nach in die Hand gedrückt. Das klappt mittlerweile echt gut, wir hatten diesmal sogar Zahnpasta.

Zweimal Elterntaxi zur Krankengymnastik, mehrmals zu Trainings.

Zwei Elternabende besucht. Einer ganz locker und schnell fertig. Einer nicht.

Ich habe mich zwei Stunden lang durch die gigantischen Klamottenberge des Kinderkleidungsbazars im Nachbarstädtchen gewühlt. Es waren wirklich schöne Sachen dabei. Manches mal habe ich mich auch gewundert, was die Leute meinen, noch verkaufen zu können…

Jeden Tag darüber gesprochen, wie dringend wir wieder einen Hund brauchen. Die Meinungen gehen da etwas auseinander.

Zum ersten Mal eine Vereinsmeisterschaft im Kickboxen angeschaut, und in aller Bescheidenheit, als Mutter der Siegerin in der Altersklasse verlassen. Oooleeeee, oleeeoleeeoleee

Honig abgefüllt. Der ist in diesem Jahr ganz anders als sonst, obwohl die Bienen genau an den gleichen Orten stehen.

Zwei geplante Arzttermine wahrgenommen.

Die Erfahrung gemacht, dass man doch auch hier auf dem Land ganz spontan einen Arzttermin bekommen kann. Einweisung in die Kinderklink mitgenommen, aber zum Glück nicht gebraucht. Großeltern beruhigt. Mich selber beruhigt.

Ein neuer Rekord wurde aufgestellt. Zwischen den Sätzen „Hitzefrei, zum Glück, das hält man ja kaum aus“ und „oohh, guck mal, Lebkuchen, wollen wir eine Packung mitnehmen?“ lagen in diesem Jahr nur sensationelle drei Stunden.

Der Liebste hat übrigens Wechselschicht. Irgendwo zwischendurch waren schon zwei Rückwärtswechsel (von Nacht auf Spät auf Früh in drei Tagen)

Und morgen wieder Hochzeit, aber nur ein bißchen.

umdrehen und schütteln

Die vorvorletzte Amtshandlung dieses Schuljahres: Alle Taschen und Beutel in der Ranzenecke einmal bis auf den Grund entleeren.

In diesem Jahr, nichts vergorenes, verschimmeltes oder mumifiziertes gefunden. Ich bin sehr stolz. Außerdem muss ich keine neue Fahrkarte beantragen und einen neuen Füller braucht es auch nicht, wenn denn der alte wieder da ist.

Jetzt nur noch dran denken, dass irgendwer die Zeugnisse unterschreiben muss und die Brotdosen von heute heute aus den Ranzen nehmen. Dann wird hier der Bullerbü-Modus aktiviert.

Schuljahr 2018/2019 – geschafft!

Vor-Ferien

Im Mai waren wir Gastgeber einer Konfirmationsfeier und eines Geburtstagskaffees, außerdem waren wir Gäste auf einer Konfirmationsfeier und zwei Geburtstagen.

Ein herzliches Dankeschön an alle Schenker.

Der Alltag wartet ja nicht, bis man mit dem Feiern durch ist. Das hauswirtschaftliche stapelt sich einfach. Und musste dann in großen Portionen abgearbeitet werden.

Als kleine Bonusaktion habe ich in der letzten Woche den Keller rund um die Öltanks und den Bereich hinter der Waschmaschine frisch gewischt. Das Wasser dafür kam im Rahmen eines Starkregen-Ereignisses von draußen. Da Draußen-Sachen in den Hauswirtschaftsbereich des Liebsten fallen, ist der eine Weile murmelnd ums Haus gelaufen und hat dann eine kleine Flutmauer errichtet. Wenn der Wetterbericht stimmt, steht heute Nachmittag ein Testlauf bevor…

Im Garten wurden doch noch ein paar Pflanzen gesetzt. Außerdem Rasen gemäht. Zum zweiten Mal und damit schon jetzt doppelt so oft wie im letzten Jahr. Ich freue mich über das Grün und die vielen Farben. Mir war gar nicht bewußt, das ich das vermisst habe im Dürresommer.

Wir hatten eine erste Honigernte wie man sich das wünscht. Ohne besondere Vorkommnisse, bei normaler Zimmertemperatur einfach so, von der Wabe bis ins Glas. Die vorangegangenen beiden Jahre haben mich das schätzen gelehrt. Die Verteilung auf den wartenden Freundeskreis läuft an.

Die letzten Wochen vor den Sommerferien sind traditionell vollgestopft mit Elterntaxifahrten. Es werden jede Menge Kindergeburtstage gefeiert und es wurde verstärkt für Auftritte trainiert.

aufgeräumtes Sportgerät
über Poms stolpert man aber angenehmer als über floorball-Schläger, konnte ich feststellen

An dieser Stelle noch ein Dankeschön an alle geduldigen Mitmenschen. Die Allergien haben Hauptsaison. Ist gar nicht so schlimm. Allerdings gibt es ab einer gewissen Dosierung der Medikamente doch spürbare Nebenwirkungen, also, für die anderen.

Wenn man tot ist, ist das für einen selber nicht schlimm, weil man ja tot ist, nur die anderen müssen damit zu Recht kommen. Genauso ist das, wenn man dumm ist.

Der Countdown läuft: Noch vier Tage Schule und einen Zeugnis-Freitag. Es zieht sich. Die Ferien-Vorfreude ist viel größer als die Motivation. Tschaka!