Ich habe eine Überweisung und es gäbe einen online buchbaren freien Termin, morgen früh. Man müsste nur hinfahren, ich bin mir unsicher. Ist der Fuss schlimm genug? Teambesprechung mit dem Liebsten. Nach einem kurzen Check wann denn der nächste Termin näher dran frei wäre, klingen drei Stunden Autofahrt ganz angenehm. In der städtischen Praxis läuft alles wie am Fließband, es geht westentlich schneller als gedacht. Der Liebste verschenkt die Restzeit vom Parkticket und wir fahren weiter zum Möbelschweden. Dort können wir direkt vor der Haustür parken, so früh ist es noch. Aus Nostalgie laufen wir einmal durch die Ausstellung, es hat sich vieles verändert. Aber es gibt Klassiker, ein bisschen ist es wie eine Zeitreise. Natürlich ist die Pfanne, für die wir uns nach dem ausgiebigen Studium der Beschilderung am Regal einigen die einzige, die man nur online bestellen kann. Das macht den Einkauf günstiger. Man kassiert jetzt generell selber, es gibt überhaupt kein Kassenband mehr, auf das man das ganze Geraffel auflegen kann. Ich bin froh, dass wir nur so ein paar Teile haben. Beim einladen ins Auto fällt mir auf, dass ich was geklaut habe, aus Versehen, ich fühle mich etwas unwohl, „wegen 50 cent? Arschlecken, dann sollen halt jemanden da hin setzen“, sagt der Liebste. Stimmt.
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Jemand hat ein neues Profilbild, es fällt mir nur durch Zufall auf. Anzug mit Einstecktuch, weißes Kostüm mit Strauß in der Hand, das sieht ja fast so aus als ob….? Nachfrage beim Liebsten, kann das sein? Er weiß auch nix, fragt aber direkt mal nach. Jo, es ist so, wie es aussieht, Dienstag entschieden, Freitag Standesamt. Wie cool ist das denn bitte? Wir gratulieren herzlich.
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Maikind war beim Frisör. Als er zurück kommt bellt der Hund. Die neue Frisur ist eine Typveränderung, sieht richtig gut aus und passt zu ihm. Die alte spendet er der Allgemeinheit, in der Hoffnung, dass es jemanden erreicht, der selbst keine hat. Das Ende einer Ära, im Zippbeutel verpackt.
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Eine ehemalige Kollegin hat Urlaubsbilder aus Paris im Status. Zwischen all den Sehenswürdigkeiten ein kurzes Video. Sie sitzen im Cafe, man erwartet einen einen Kameraschwenk Richtung Macarons oder so, Lebensmittelhandwerker auf Reisen halt, statt dessen geht der Blick raus aus dem Fenster. Dort sieht man mehrere Polizisten in voller Montur die Tränengas? abschießen. Rauch am Bildrand. Ok, wow. Mir wäre das unheimlich, aber sie kommt aus Ukraine.
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116 Gramm wiegt der fertige Bafög Antrag inklusive Umschlag, hab nachgewogen, wegen Porto. Ein bunter Mix an Daten auf die das Finanzamt, die Kindergeldstelle und die Uni digitalen Zugriff hätten, analog zusammengepuzzelt. Man kann jetzt verstehen, dass die Bearbeitung vorraussichtlich mehrere Monate dauern wird.
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Wenn jemand immer Glück hat, beim Arbeiten, spricht man von Können. Leider hat da anscheind jemand eine Pechsträhne. Es kommt gleich zweimal Post, bei der man nicht weiß, ob man schallend lachend oder leise weinen möchte.
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Es gluckert seltsam im Rohr, nachdem ich die Klospülung betätigt habe. Dann blubbert es und eine größere Menge Abwasser sammelt in der Badewanne. Mehr als in einem Spülkasten drin gewesen sein kann. Als Sofortmaßnahme nehme ich erstmal alle Klamotten vom Badewannenrand und mache eine Sichtkontrolle im Gästeklo. Auch dort steht das Wasser in der Keramik. Was für ein Glück, dass es in der Badewanne hochgekommen ist und nicht hier übergelaufen ist, auf den neuen Fussboden, denke ich, und, dass es mal Zeiten gab, in denen mich so eine Situation aufgeregt hätte.
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Wunderschöne Herbsttage sind das, ansonsten.



Die Herbstferien sind zu Ende und es ist zu leise für diese Uhrzeit. Ich öffne die Zimmertür des Julikinds, dort ist schon Licht und aber „es ist so dunkel“ murmelt sie. Eine Woche noch bis zur Normalzeit.
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Zum Schulstart fallen dann doch die Spritpreise, ein wenig, fast so als gäbe es einen Tankrabatt. Das teuerste Heizöl aller Zeiten war der Schnapper des Jahres. Nur Holz kostet noch genausoviel wie letztes Jahr, und man wundert sich darüber.