Die Sonne scheint, Vögel zwitschern, es ist deutlich wärmer als noch vor ein paar Tagen, und wir haben gerade mal Anfang März. Das tut gut. Ich gehe die frühe Hunderunde und freue mich über das wunderschöne Frühlingswetter und überhaupt – im Moment sind tatsächlich alle gesund, munter und fröhlich. So schön, wenn mal so nix ist, nagut, abgesehen von einem Hausarbeits-Abgabetermin den jemand hat und Pollenflug-apokalypse, aber das ist ja normal. Einen halben Tag später ist Krieg im Nahen Osten.
Die Spritpreise gehen hoch. Sehr schnell und sehr deutlich. Freitag tanke ich für 1,80 Euro pro Liter, halb voll nur, weil, so teuer war es, glaube ich noch nie. Vier Tage später tanke ich für 1,94 Euro pro Liter und habe ein Schnäppchengefühl, weil hinter mir noch drei Autos anstanden. Julikind ruft an, sie hatte doch schon nach der 6. Stunde Schluss und es sei kein Bus gekommen, ob ich denn wohl bitte? Ja sicher. Der nächste Stadtmensch, der mir erklären will, wie man Autofahrten einspart, kann sich auf was gefasst machen.
Ich meide die Nachrichten, dann gehts.
Alle Lieferanten haben Aufträge still gelegt, und müssen Preise neu aushandeln, meldet der Liebste aus seinem Job. War klar, basiert alles auf Erdöl.
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Eine Pfanne voll Zimtschnecken gegessen, zusammen mit allen Kindern, im T-Shirt im Garten gesessen dabei.

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Die erste Stromabrechnung nach Einbau des Balkonkraftwerks. HolladieWaldfee. Sehr erfreulich.
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Man bat mich um einen Rettungsversuch einer untragbar kaputten Hose. Jetzt hätte ich ein bisschen Zeit. Ich nehme das gute Stück vom zu erledigen Stapel und suche den Schaden. Och guck. Einsatz für die Knopfsammlung. Ich nähe zwei neue Knöpfe an, bessere mit ein paar Stichen das Knopfloch aus, lasse mich feiern. Basic skills des letzten Jahrhunderts.
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Es hat ein bisschen Anlauf gebraucht, aber jetzt geht es. Ich räume Ommas Kleiderschrank aus. Wobei, Kleiderschrank stimmt eigentlich nicht, es gibt einen Schrank nur für Pullover. Die, in denen ich sie kenne, lasse ich einfach noch liegen. Alle anderen stopfe ich in Säcke. Da kommt ordentlich was zusammen. Und es dauert eine Weile, denn man findet Sachen. Antike Unterwäsche und Stofftaschentücher in Aussteuerqualität, alles orginalverpackt, Postkarten aus Zeiten, in denen man selbst keine Fotos gemacht hat, eine Zigarrenkiste voll gemischter Münzen und Scheinen, die fast aussehen wie Kunstdrucke, coupons über jeweils ein Kilo Eisen, noch gültig, steht auf dem Stempel, man fragt sich verschiedenes.
